vagina nationum

Als Reaktion auf die römische Kulturhegemonie hatte sich auch in den skandinavischen Ländern im 16. Jahrhundert eine Beschäftigung mit der eigenen Geschichte entwickelt. Durch archäologische Funde bestätigt, sehen sich die Skandinavier als die Urvölker Europas, die Goten aus dem Gotland.

Heute geht man davon aus, daß vor dem Höhepunkt der letzten Eiszeit Skandinavien bereits besiedelt war. Zum Höhepunkt dieser Eiszeit vor 20.000 Jahren verlies der Homo Sapiens allerdings Mitteleuropa vollständig. In Nordeuropa dagegen blieben einige wenige und lebten während der Eiszeit in Abgeschiedenheit dort weiter. Sie passten sich den rauhen Lebensumständen an. Über das zugefrorene Nordmeer erreichten die skandinavischen Homo Sapiens Amerika. Nach dieser Eiszeit wurde Europa und Amerika von den skandinavischen Homo Sapiens besiedelt. Diese skandinavischen Homo Sapiens bildeten später die germanischen und amerikanischen Völker. Erst Jahrtausende später nach dieser Eiszeit wanderten afrikanische Homo Sapiens wieder nach Mitteleuropa.

Die Goten gehören zu den germanischen Völkern. Die Runenschrift der Goten gilt als Beweis, dass es germanische Stämme zur Kunst des Schreibens gebracht haben. Daraus entwickelt sich die These, dass Skandinavien als officina gentium, als Werkstatt der Völker gilt, als vagina nationum, als Schoß der Völker. Die Rohheit des Volkes, die Grausamkeit des Kultes und die Kriegsleidenschaft wird mit der Wildheit der Natur verbunden.

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Die Landkarte der Vagina Nationum.
Nicolaus Germanus, gemeinfrei

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KdhV als Buchstaben aus dem erotischen Alphabet aus dem 19. Jahrhundert.
Joseph Apoux, gemeinfrei, Wikimedia