Vagina Anatomie

Die Vagina (mlat. vagina „Scheide“, grch. kólpos „Mutterschoß“) ist ein schlauchförmiges primäres Geschlechtsorgan weiblicher Säugetiere, das beim Geschlechtsverkehr den Penis aufnimmt und als Geburtskanal dient.

Die Vagina wird von einer kleinen Membran, dem Jungfernhäutchen (Hymen), teilweise verschlossen. Es befindet sich am Übergang der Scheide in den Scheidenvorhof. Auch bei intaktem Hymen ist normalerweise eine Öffnung zum Abfluss des Menstruationsblutes und anderer Sekrete vorhanden.

Vagina Anatomie Vagina Anatomy
Die Anatomie der Vagina.
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Author: Blausen.com staff. „Blausen gallery 2014“. Wikiversity Journal of Medicine. DOI:10.15347/wjm/2014.010. ISSN 20018762

Vagina-Spreizer (Spekulum)

Die drüsenlose Haut der Vagina ist ein mehrschichtiges, unverhorntes Plattenepithel, dessen Höhe und Aufbau vom Alter und vom Hormonstatus abhängig ist. Das Epithel unterliegt im Verlauf des Sexualzyklus ständigen Umbauprozessen, die durch Östrogene und Progesteron gesteuert werden.

Neben der glatten Muskulatur in der Scheidenwand wird die Scheide von quergestreiften Muskeln umgeben. Der Musculus pubococcygeus, ein Anteil des Musculus levator ani, ist ein Muskel des Beckenbodens. Die Muskeln beider Seiten (Levatorschenkel) umfassen die Scheide wie eine Schlinge und ermöglichen eine trainierbare, willkürliche Verengung der Scheide. Die Kontraktion dieser Muskeln lässt sich von der Scheide aus fühlen.

Vagina-Pumpe (Vagina Sucker)

Die Vagina wird bei sexueller Erregung durch wässrige Transsudation aus dem Epithel befeuchtet, dies nennt man Lubrikation. Die Bartholinschen Drüsen, welche bei Erregung ein schleimhaltiges Sekret absondern, münden in den Scheidenvorhof und befeuchten ihn. Das Vaginalsekret ist unter Einfluss des Sexualhormons Östrogen und einer speziellen Scheidenflora sauer (pH-Wert 4 bis 4,5).

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Die Anatomie der heiligen Vagina.
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In der Pubertät bemerken viele Mädchen einen deutlichen Fluor, der durch die ansteigende Östrogenwirkung hervorgerufen wird. Dieser schleimig-glasige Fluor ist ein Reifungszeichen und wird im Volksmund „Weißfluss“ genannt. Häufig wird dieser Fluor, der ungefähr ein Jahr vor der Menarche auftritt, von den Mädchen als unangenehm und beschmutzend erlebt. Er ist jedoch ein Zeichen der gesunden Entwicklung zur geschlechtsreifen Frau.

heilige Gral gespreizte Vagina
Ein Blick in das Innere einer gespreizten Heiligen Vagina.
Der heilige Gral.
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Vaginaspreizer + Schamlippenspreizer

Das medizinische Adjektiv intravaginal bedeutet „in der Vagina liegend“; beim intravaginalen Geschlechtsverkehr dringt der Penis des Mannes in die Vagina der Frau ein. Der intravaginale Geschlechtsverkehr kann, wie auch andere Formen der sexuellen Betätigung, zum Orgasmus führen.

 

Klitoris Anatomie

Als die Klitoris (Fachterminus Clitoris – „kleiner Hügel“) oder den Kitzler bezeichnet man ein vom Schwellkörpergewebe gebildetes zylindrisches Organ der Frau. Entwicklungsgeschichtlich gehen Klitoris und Penis aus denselben Anlagen hervor.

Clitoris animated Grafik
Der Kitzler besteht aus zwei am Sitzbeinausschnitt (Arcus ischiadicus) befestigten Schwellkörperschenkeln (Crura clitoridis, Singular Crus clitoridis), die sich zum Schaft (Corpus clitoridis) vereinen. Das freie Ende ist zur Eichel (Glans clitoridis) erweitert. Der Kitzler besitzt bis zu ca. 8000 Nerven. Die Klitorisvorhaut schützt die empfindliche Klitoris.

clitoris Animated GIF Grafik im Text:
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Klitoris-Sauger (Clit Sucker)

Äußerlich sichtbar sind nur der Schaft und die hochempfindliche Eichel, die als Teil der Vulva an der vorderen Umschlagfalte der kleinen Schamlippen liegen und von der Klitorisvorhaut teilweise oder gänzlich bedeckt sind. Zusammen umfassen sie nur ein Zehntel des Gesamtvolumens der Klitoris.

klitoris
Klitoris mit
1 Eichel in der Vorhaut
2 Schwellkörper
3 Kitzlerschenkel
4 Harnröhrenmündung
5 Vorhofschwellkörper
6 Scheidenöffnung

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Klitoris-Massage (Clit Masseur)

Der Kitzler ist besonders berührungsempfindlich und empfänglich für sexuelle Reize. Durch Stimulation der Klitoris gelangen die meisten Frauen zum Orgasmus. Viele Untersuchungen weisen darauf hin, dass ein beachtlicher Anteil der Frauen nur dann zum Orgasmus kommen kann, wenn die Klitoris (mit-)stimuliert wird.

Die Empfindlichkeit der Klitoris für direkte Stimulierung ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Frauen sind so empfindlich, dass sie eine direkte Stimulierung erst nach längerem Vorspiel oder auch gar nicht ertragen. Da die Klitoris mit dem umgebenden Gewebe eng verbunden ist, sind verschiedene indirekte Stimulationsformen gängige Praxis. Wird die Klitoris stimuliert erigiert sie wie ein Penis.

Ob sich ein Penis oder ein Kitzler bildet, wird über die Ausschüttung von Testosteron geregelt, deshalb sind auch die Kitzler sehr unterschiedlich in ihrer Größe.

Labia Anatomie

Die „Schamlippe“ (lat. Labium pudendum, von labium „Lippe“ und pudendum „Scham“) ist ein doppelt paarig auftretender Teil der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, die in ihrer Gesamtheit als Vulva bezeichnet werden. Als alternative Bezeichnung ist auch der Begriff „Venuslippe“ (nach der römischen Liebesgöttin Venus) bekannt. Er wird in manchen Zusammenhängen gegenüber der Bezeichnung „Schamlippe“ bevorzugt. Außerdem sind, wie für alle anderen äußeren Geschlechtsorgane, zahlreiche unterschiedliche umgangssprachliche Bezeichnungen geläufig. Sie werden unterschieden zwischen der Labia majora pudendi (äußere Schamlippen) und der Labia minora pudendi (innere Schamlippen). Der Begriff Scham im Bezug zu den Lippen ist meist missverständlich, da es sich nicht um ein Gefühl handelt, sondern dem Ursprung des Wortes Scham, für Scheu und Blöße, gerecht wird. Die Schamlippen verdecken die Heiligkeit der Vagina, schützen sie sozusagen, wie der Deckel des heiligen Grals.

Schamlippenspreizer-Slip